Jorat

Potenziale für natürlichen Wasserstoff, Helium und Geothermie erschließen

Die erste Explorationsgenehmigung der Schweiz für natürliches Wasserstoff, Helium und tiefe Geothermie im Rahmen eines integrierten Gesamtprogramms.

STATUS

Exploration läuft

STANDORT

Kanton Waadt, Schweiz

GENEHMIGUNG ERTEILT

März 2026

ZIELRESSOURCEN

Natürlicher Wasserstoff, Helium & Geothermie

NÄCHSTE SCHRITTE

Bodenluftuntersuchung (Herbst 2026)

13
beteiligte Gemeinden
65
km²
Konzessionsgebiet
3
-
5
km
potenzielles Zielintervall
3
Ressourcen durch einen Datensatz geprüft
2000
ppm
vorläufiger Spitzenwert der Bodenluft-H₂-Messung

Vorteile für die Region

Sollte die Exploration eine nutzbare geothermische Ressource bestätigen und das Projekt fortgesetzt werden, könnte die Geothermie der Region mehrere Vorteile bringen.

RUND UM DIE UHR VERFÜGBAR

Sollte die Exploration eine nutzbare geothermische Ressource bestätigen und das Projekt fortgesetzt werden, könnte die Geothermie der Region mehrere Vorteile bringen.

NIEDRIGERE
EMISSIONEN

Lokale, erneuerbare Wärme trägt zur Reduzierung der CO2-Emissionen bei.

LOKALE WÄRME & ENERGIESOUVERÄNITÄT

In der Region erzeugte und verbrauchte Wärme zur Versorgung von Fernwärmenetzen. Ein Schritt in Richtung Energiesouveränität mit geringerer Abhängigkeit von importierten Brennstoffen.

LOKALE
WERTSCHÖPFUNG

Schafft lokale Arbeitsplätze und unterstützt das regionale Wirtschaftswachstum.

laufend
Boden-Gas-Untersuchung im gesamten Konzessionsgebiet läuft
Kleine Teams führen zu Fuß Gasmessungen auf Bodenhöhe in den 13 Gemeinden des Konzessionsgebiets durch. Keine schweren Maschinen, kein Verkehrsaufkommen.

Projektzeitplan

Nur Phase 1: Oberflächenexploration. Jede weitere Phase hängt von diesen Ergebnissen und separaten Genehmigungen ab.
JETZT (AKTUELLE EXPLORATION)
März 2026
Genehmigung erteilt
Der Kanton Waadt hat SGE die Oberflächenexplorationsgenehmigung (PRSU) für das Gebiet Jorat erteilt.
Mai – August 2026
Auswertung vorhandener Daten und Machbarkeitsstudien
Auswertung vorhandener geophysikalischer und geologischer Daten, einschließlich Gravimetrie, aktiver seismischer Linien und aeromagnetischer Daten. Machbarkeitsstudien zur Ermittlung der geophysikalischen Methoden, mit denen sich die relevanten Tiefenstrukturen effektiv nachweisen lassen.
September – November 2026
Boden-Gas-Untersuchung
In Arbeit
Feldmessungen von Wasserstoff, Helium und anderen Gasen im gesamten Konzessionsgebiet, um störungsbedingte Gaswege zu kartieren und Anreicherungszonen zu identifizieren.
Oktober 2026 – August 2027
Magnetotellurische und passiv-seismische Untersuchungen
Vorbehaltlich positiver Machbarkeitsergebnisse: Einsatz von Messinstrumenten zur Abbildung des tiefen Untergrunds, gefolgt von Verarbeitung und Modellierung.
August – Dezember 2027
Integrierte Interpretation & Berichterstattung
Zusammenführung aller Datensätze zu einem aktualisierten geologischen Modell, Definition des Wasserstoff-, Helium- und Geothermiepotenzials sowie Erstellung des technischen Berichts für Phase 1.
Anfang 2028
Antrag auf erweiterte Explorationskonzession
Bei positiven Ergebnissen der Phase 1 wird SGE einen Antrag auf eine erweiterte Explorationskonzession stellen, um in die nächste Phase überzugehen.
Explorationsprojekte umfassen technische, ökologische und regulatorische Schritte. Die Zeitpläne sind indikativ und können sich je nach Ergebnissen und Entscheidungen ändern.

Erlaubnis zur Oberflächenforschung

Konzessionsgebiet
Wichtigste Gemeinden im oder in der Nähe des Konzessionsgebiets
Das Ziel:
Das Potenzial des Jorat für Wasserstoff, Helium und Geothermie erschließen
Das Projekt zielt darauf ab, das Potenzial für lokal gewonnene, kohlenstoffarme Energie sowie weitere strategische Untergrundressourcen zu bewerten. Es verfolgt einen integrierten Explorationsansatz mit mehreren Zielsetzungen:
Natürlicher Wasserstoff: Bewertung von Hinweisen auf potenzielle Wasserstoffbildung und -akkumulation
Helium: Bewertung des potenziellen Vorkommens in Verbindung mit anderen Tiefengasen
Geothermie: Bewertung von Tiefentemperaturen und geologischen Bedingungen für die geothermische Energienutzung

Ein risikomindernder Ansatz, basierend auf drei Ressourcen

Das integrierte Programm ermöglicht es, denselben geologischen Rahmen für die Bewertung mehrerer potenzieller Ressourcen zu nutzen, während die Exploration in Phasen voranschreitet, um Unsicherheiten vor weiteren Investitionen zu reduzieren. Jede Phase ist darauf ausgelegt, die Umweltauswirkungen und Kosten zu begrenzen, im Einklang mit den Schweizer Umweltstandards und im ständigen Dialog mit den lokalen Gemeinden und Behörden.

Warum die Region Jorat?

Das Gebiet Jorat wurde für weitere Explorationen ausgewählt, da mehrere geologische und geochemische Beobachtungen auf denselben großräumigen Untergrundbereich hindeuten. Dazu gehören eine große regionale magnetische Anomalie, in Tiefbohrungen und Bodenluftmessungen nachgewiesener Wasserstoff sowie regionale Temperaturen, die für die Geothermie von Interesse sind. Wasserstoff wurde in der Region bereits an der Oberfläche und in Tiefbohrungen gemessen. Ziel der aktuellen Explorationsphase ist es, das geologische System, das ihn beherbergt, zu definieren (Tiefe, Ausdehnung und Struktur) und festzustellen, ob die Ressourcen in Mengen vorhanden sind, die gefördert und vermarktet werden könnten.

01
Eine seit langem bekannte magnetische Anomalie
Regionale magnetische Untersuchungen haben eine große Anomalie unter dem Jorat-Massiv identifiziert. Die Anomalie ist seit den 1930er Jahren durch bodengestützte magnetische Messungen bekannt und wurde später durch regionale aeromagnetische Kartierungen bestätigt. Eine mögliche Interpretation ist das Vorhandensein eines ultramafischen Körpers in der Tiefe – ein aus dem Erdmantel stammendes Gestein, das unter geeigneten Bedingungen durch eine als Serpentinisierung bekannte Reaktion natürlichen Wasserstoff erzeugen kann.
01
Wasserstoff an der Oberfläche und in der Tiefe gemessen
Wasserstoff wurde in der Region und ihrer Umgebung auf mehreren Ebenen nachgewiesen. In tiefen Kohlenwasserstoffbohrungen wie Treycovagnes-1 und Cuarny-1 wurden in Proben aus verschiedenen stratigraphischen Einheiten H₂-Konzentrationen von bis zu 48 % gemessen. In einem nahegelegenen Konzessionsgebiet ergaben Bodenluftuntersuchungen Wasserstoffkonzentrationen von bis zu 2.000 ppm.
01
Mehrere potenzielle Ressourcen in derselben geologischen Umgebung
Wasserstoff ist nicht die einzige Ressource, die untersucht wird. Dieselbe tiefe geologische Umgebung könnte auch für Geothermie relevant sein, wobei die regionalen Temperaturen in einer Tiefe von 4–5 km auf etwa 135–170 °C geschätzt werden.

Die Nachweise

Die aktuelle Interpretation stützt sich auf mehrere sich ergänzende Beobachtungen:

Beobachtung
Messwert
Mögliche Bedeutung
Regionale magnetische Anomalie
Große positive Anomalie unter dem Jorat-Massiv
Konsistent mit dem möglichen Vorhandensein eines vergrabenen ultramafischen Körpers
Tiefbohrungen Treycovagnes-1 und Cuarny-1, regional
Konzentrationen von bis zu 48 % H₂ in Proben aus verschiedenen stratigraphischen Einheiten nachgewiesen
Hinweise auf Wasserstoffvorkommen in der Tiefe der weiteren Region
Bodenluft – benachbartes Konzessionsgebiet
Bis zu 2.000 ppm
Nachgewiesener Wasserstoff an der Oberfläche im selben strukturellen Trend
Bodenluft Jorat – vorläufig
Bis zu 900 ppm, auch entlang kartierter Störungslinien
Störungen können als Migrationspfade für Wasserstoff dienen
Temperatur – regional
Regionale Temperaturschätzungen: 135–170 °C in 4–5 km Tiefe
Relevante Temperaturen für die tiefe geothermische Exploration

Zusammengenommen belegen diese Beobachtungen das Vorkommen der Ressourcen in der Region. Das aktuelle Explorationsprogramm zielt darauf ab, das geologische System, in dem sie eingebettet sind, zu kartieren und zu bewerten, ob die Mengen für eine kommerzielle Erschließung ausreichen.

Wasserstoff und Helium

Natürlicher Wasserstoff

Im Gegensatz zu dem heute meist verwendeten Wasserstoff, der industriell aus Kohlenwasserstoffen oder durch Elektrolyse hergestellt wird, kommt natürlicher Wasserstoff (auch geologischer oder weißer Wasserstoff genannt) auf natürliche Weise im Untergrund vor. Einer der Mechanismen, der ihn erzeugen kann, ist die Serpentinisierung, eine Reaktion zwischen Wasser und eisenhaltigem Gestein.

Sollte eine förderbare Ansammlung von natürlichem Wasserstoff bestätigt werden, würde dessen Produktion den industriellen Herstellungsschritt von Wasserstoff überflüssig machen. Der ökologische Gesamtfußabdruck würde dennoch davon abhängen, wie die Ressource gewonnen, verarbeitet und transportiert wird. Natürlicher Wasserstoff ist in Europa ein noch junges Explorationsfeld und wird als potenzielle kohlenstoffarme Energiequelle in Betracht gezogen.

Helium

Helium ist eine weitere natürlich vorkommende Ressource, die neben Wasserstoff untersucht wird. Kommerzielles Helium wird aus unterirdischen Ansammlungen gewonnen und in Bereichen wie der medizinischen Bildgebung, der Elektronik und der wissenschaftlichen Forschung eingesetzt. In manchen geologischen Umgebungen kann Helium zusammen mit natürlichem Wasserstoff vorkommen und sich in denselben unterirdischen Strukturen ansammeln.

Ein Programm, drei Ressourcen

Bei Jorat werden Wasserstoff, Helium und das geothermische Potenzial daher im selben geologischen Rahmen untersucht. Dieselben geophysikalischen und geologischen Datensätze können zur Bewertung aller drei Ressourcen beitragen, was das Explorationsprogramm effizienter macht, während die Bewertung der einzelnen Ressourcen getrennt bleibt. In dieser Phase ist das Ziel zu bestimmen, ob diese Ressourcen vorhanden sind, wie sie verteilt sind und ob eine Ansammlung technisch und wirtschaftlich relevant sein könnte.

1
1.008
H
Wasserstoff
Kann unterirdisch durch Serpentinisierung entstehen
1
1,008
He
Wasserstoff
Kann unterirdisch durch Serpentinisierung entstehen
Mögliches Vorkommen in der Tiefe

Unser Ansatz

Die Explorationsaktivitäten werden gemäß den Schweizer Umweltstandards und bewährten Verfahren der Geothermie durchgeführt. Sie werden in enger Abstimmung mit den Bundes- und Kantonsbehörden, Gemeinden, Grundeigentümern und Landwirten geplant. Spezifische Maßnahmen minimieren vorübergehende Beeinträchtigungen, schützen sensible Bereiche und stellen sicher, dass die lokale Bevölkerung und andere betroffene Interessengruppen vorab über die Feldarbeiten informiert werden. Während der gesamten Kampagne pflegt das Projekt einen offenen Dialog mit den zuständigen Behörden, Gemeinden und Interessengruppen.

Ein bewährter Ansatz, angewandt in größerem Maßstab

Die Exploration baut schrittweise auf bestehenden geologischen und geophysikalischen Erkenntnissen auf. Jede Phase ist darauf ausgelegt, Unsicherheiten zu verringern, bevor weitere Investitionen getätigt werden, wobei neue Daten in ein zunehmend detailliertes Untergrundmodell einfließen.

Auf vorhandenem Wissen aufgebaut

Jede Phase baut auf dem bereits vorhandenen Wissen über den Untergrund auf. Neue Daten werden laufend in den regionalen Datensatz integriert, sodass jede Entscheidung auf Fakten statt auf Vermutungen basiert.

Phasenweise Reduzierung von Unsicherheiten

Die Exploration ist so strukturiert, dass Unsicherheiten reduziert werden, bevor weitere Verpflichtungen eingegangen werden. Bohrungen werden erst in Betracht gezogen, wenn der Untergrund abgebildet, modelliert und interpretiert wurde und die Ergebnisse den nächsten Schritt rechtfertigen.

Untersuchungen in benachbarten Konzessionsgebieten

Das 65 km² große Konzessionsgebiet Jorat liegt direkt neben den SGE-Projekten Eclépens und La Broye. Die in Jorat, Eclépens und La Broye gewonnenen Daten tragen zu einem umfassenderen regionalen Verständnis des Untergrunds bei und unterstützen die Interpretation in den benachbarten Projektgebieten.

Weitere SGE-Explorationskonzessionen in der Westschweiz
La Broye (500 km²)
Eclépens (105 km²)
Jorat (65 km²)
Wichtigste Gemeinden im oder nahe dem Konzessionsgebiet

FAQs

Wussten Sie schon?

Bodenluftmessungen
2000
ppm
Voruntersuchungen im Jorat ergaben Wasserstoffkonzentrationen von bis zu 2000ppm, auch entlang kartierter Verwerfungslinien.

Erfahren Sie mehr über

Eclépens

Die erste tiefe geothermische Kraft-Wärme-Kopplungsanlage der Schweiz, konzipiert für die gleichzeitige Erzeugung von erneuerbarer Wärme und Strom aus derselben Bohrung in der Broye-Ebene

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La Broye

Eine 500 km² große Explorationskonzession in den Kantonen Waadt, Freiburg und Bern – eine der größten geothermischen Erkundungskampagnen Europas

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